Tabletop Audio SoundPad – Fast ein gutes Tool

16. Mai 2016 at 13:55

Tabletop Audio Soundpad LogoKennt Ihr “Tabletop Audio“? Eine echt coole Seite für die Beschallung der eigenen Spielergruppe. Dort gibt’s gute Geräuschkulissen für typische Umgebungen wie eine Kneipe, eine Überlandreise im Ochsenkarren, ein Spukhaus, die medizinische Station eines Raumschiffs und noch viele mehr. Man kann die Sounds direkt abspielen oder als MP3 herunterladen. Gefällt mir echt gut und hilft der Stimmung beim Zocken. Jetzt gibt es von Tabletop Audio das “SoundPad”. Damit kann man die Geräuschkulissen übers Netzwerk abspielen. Einfach den Link an die Spieler geben und schon hören sie, was man abspielt. Perfekt für Onlinerunden. Also habe ich mir das mal mit meiner Onlinerunde angeschaut.

Erst einmal zum Positiven: Das Tool ist super einfach zu bedienen. Seite aufrufen, Sound auswählen, Broadcast starten, Link teilen, fertig. Das geht wirklich ratz-fatz. Im Vergleich zu den vorherigen Sounds, die “nur” fix und fertig zu nutzen waren, kann man jetzt sogar die Komponenten selbst zusammenstellen. Betrunkene im Kniepnenhintergrund? Den Applaus für den Barden lauter stellen? Alles kein Problem mehr. Schicke Sache, wobei ich mit den fertigen Sounds eigentlich ganz zufrieden war. Die Rollenspielsektion vom Ambient Mixer bietet im Vergleich zum SoundPad auch noch ein paar Optionen mehr, aber dort gefallen mit die Sounds grundsätzlich schlechter. Dort kann man z.B. die Auftrittshäufigkeit der einzelnen Sounds einstellen.

“Toll, noch ein Tool, das es schon gibt. Da kann man dem Fortschritt ja richtig beim Wachsen zugucken.“

Es gibt auch noch negative Seiten, genau genommen eine einzige: Der Link, den man den Spielern schickt, der gilt genau für diesen einen Broadcast und ein Broadcast ist fest an eine Geräuschkulisse geknüpft. Das heißt, wenn man seinen Satz an Geräuschen wechseln will, weil die Charaktere von der Kneipe auf den Markt gehen oder zur Reise aufbrechen, dann muss man einen neuen Link verschicken. Also kurz raus aus der Immersion, Link aufrufen, warten, bis die Sounds geladen wurden, und weiter. Das ist natürlich alles andere als flüssig. Besonders haarig wird die Sache, wenn z.B. aus der Kneipe durch das Auftreten einer Geisterhorde auf einmal akustisch ein Spukhaus werden soll. Das würde ich nicht unbedingt durch große Rede ankündigen wollen, sondern mit einem Wechsel der Hintergrundmusik die Dramatik unterstützen. Überraschende Wechsel der Beschallung sind aber mit Soundpad nicht möglich.

Kurzum, damit fällt das Tool für mich flach, nicht benutzbar.

“Die spinnen, oder? Das ist ja das Heißeste seit der Erfindung des Gramophons, ein Musikplayer mit einem Track! So eine bescheuerte Idee. So einfältig sind doch nicht einmal Rollenspieler, dass sie stundenlang dieselbe Berieselung haben wollen. Hast du das nicht hier beim Thorsten gefunden? Der hat davon aber nichts geschrieben. Dafür will er, dass wir Geld auf den Laden schmeißen. Was soll denn das?“

Weiß ich nicht, vielleicht hat er sich nicht weiter angeschaut und es war mehr als ein Linktipp gedacht und nicht als Rezension. Oder er hofft von dem Geld bauen die das so um, dass man es sinnvoll benutzen kann?

“Wenn ich irgendwas empfehle auf meiner Seite, dann sollte ich mir wenigstens mal 10 Sekunden land anschauen, aber doch nicht so? Tze… Rollenspieler!“