#RPGaDay2015 Liebste revolutionäre Spielmechanik

25. August 2015 at 11:32
RPG a day 2015 - Fragen

Die Fragen

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Was ist meine liebste revolutionäre Spielmechanik?

Genau die richtige Frage für mich als Fan der Rädchen und Schräubchen, die unsere Würfel zum rollen bringen: die Spielmechanik. Die Auswahl ist hier echt groß. Ich bin versuht den d20 zu nehmen. Ein schlichtes Überwürfelsystem mit recht großer, linearer Streuung. Einfach, elegant, effektiv. Aber ich entscheide mich lieber für die Talente. Sie haben in vielen Systemen andere Namen und ich meine nicht Fertigkeiten, sondern “Spezialfähigkeiten”. Fähigkeiten, die einem neue Optionen im Spiel geben, die anderen Charaktere in der Form nicht haben oder nur schlechter anwenden können. Das sind z.B. die Feats bei D&D, Kampfmanöver bei DSA, Advanced Moves bei Dungeon World oder die Talente bei Savage Worlds. Ein Konzept mit dem man eine grandiose Vielfalt an Optionen in das Spiel einbringen kann. Mit Talentbäumen wird das erreichen besonderer Talente noch interessanter und besonders wenn man sie an bestimmte Klassen oder ähnliches bindet kann man damit jedem Charakter seinen ganz besonderen Touch geben, der ihn mechanisch sehr individuell und vor allem wiedererkennbar macht. Ich hab keine Ahnung, ob das wirklich revolutionär ist, aber geil isses allesmal :)

Wirklich revolutionär ist da D&D 4, das die Rollenspielwelt zum Beben gebracht hat als es erschien. Mechanisch gibt es viele krasse Neuerungen, die mir vielfach gut gefallen. XP-Budgets haben das Encounter Building deutlich vereinfacht, Monster und Item Cards bringen sehr gute Übersichtlichkeit, Powers kosten zwar Individualität, schaffen aber Vergleichbarkeit, das Compendium erlaubt schnelle Suchen und guten Zugriff auf Tausende Items, Monster und weitere Informationen, der Character Builder macht die (verrückt) große Menge an Charakteroptionen überhaupt erst einigermaßen beherrschbar, Taktik ist auf einem neuen, an CoSims grenzenden Niveau möglich und alle Konzepte wurden mit brutaler Konsequenz im System durchgezogen, was das Beben ja erst ausgelöst hat. Vieles nehmen die Wotzies jetzt in der 5e wieder zurück, aber einiges haben Sie erhalten (etwas zu wenig, finde ich). Wie heißt es so schön, “es war nicht alles schlecht“ ;) Aber bevor mir jetzt der “schmale Schnurrbart der Editionskriege“ wächst, ich will die 4e nicht über alles erhöhen. Trotzdem hat sie für alle, die etwas aus ihren Regeln mitnehmen wollen, den Blick auf das, was mechanisch möglich ist verändert. Mir hat es in mancher Hinsicht die Augen geöffnet und viel Neues gezeigt.