Die ewiglichen Regeln der statthaften Spielleitung

17. Februar 2014 at 11:30

5136020842_6da2eb502c_o“Hey Leute, schaut euch das mal an! Ich habe gerade in einem Karton diesen alten, vergilbten Fetzen Papier gefunden. Anscheinend hat das der werte Herr Malspöler anno dazumal geschrieben. Da hat er bestimmt noch DSA gespielt. Echt zum schießen, dieser alberne Versuch einer mittelalterlichen Sprache!“

Die folgenden Worte richten sich nach den Schriften des Herrn “AngryDM” über die Notwendigkeit und die Art und Weise des Verfassens eines “Spielleiter-Credos”. Dies ist das Credo des Spielleiters Jan Malspöler, auf dass es ihm und seinen Spielern zu viel Freude beim ehrenwerten Würfelspiele gereiche.

Es werde der Würfel unberührt gelassen sobald er einmal geworfen wurde. Es ist verboten eine andere Zahl als Eregbnis anzusehen als diejenige, welche auf der zuobersten Fläche liegt. Sollte dies zum Tode eines Charakters führen, so scheide er dahin ohne Hoffnung auf Erlösung durch den Leiter des Spiels.

“Haha! Als ob er sich trauen würde Charaktere einfach so umzubringen.“

Der Leiter des Spiels ist der Leiter des Spiels. Er leite dieses und bestimme über den Umfang und die nämlichen Grundlagen. Er ist kein einfacher Dompteur der Unholde, noch ein herrschaftlicher Meister oder Erzähler der bardischen Poesie

Der Leiter des Spiels entscheidet wer an seiner Tafel Platz nimmt. Wer sich seinem Vorsitz nicht beugt, der wird des Tisches verweisen und kann gehen seiner Wege.

“…Allmachtsphantasien inklusive. Der Nazi-SL. Oder doch ein “Meister“?“

Ein Spieler, welcher am Spiel teilhat, ist auch Teil desselben. Der Leiter kann ihn jederzeit in die Gestaltung des Spiels einbinden und aktives Miteinander erwarten. Dies gilt im besonderen für das fortgesetzte Spiel, genannt Kampagnenspiel. Man möge bei Tische und abseits dessen über Charaktere, Pläne derselben und Ideen in statthafter Weise konferieren.

“’Man möge konferieren.’ Wie albern! Der war sicher auf Drogen.“

Es werde keine Regel gebeugt. Regeln sind die ewigliche Grundlage des Spiels und sie dürften nur in geeigneter, für die Spieler erkennbarer Weise neu geschrieben werden, auf dass sie lange Bestand haben mögen. Die Teilhabe der Spieler ist auch hier statthaft und die frühzeitige Weitergabe der Pläne des Leiters durch ihn höchstselbst ist geboten.

Der Charakter gehöret in das Eigentum des Spielers. Dies ist vom jedem mit dem gebührenden Respekt zu behandeln, denn es ist des Spielers ganzes Reich im Spiel. Geschehnisse, die sein Reich verändern bedürfen eines Palavers.

“Reich? Ist wohl doch der Nazi-SL.“

Das Ziel des statthaften Rollenspiels ist es ein Abenteuer zu erleben. Die dafür gebührende Handlungsfreiheit sei zu gewähren. Es handle sich beim Spiel nicht um bardische Prosa, die diese Freiheit unstatthaft einschränkt.

Der Leiter wird Spieler und Charaktere herausfordern. Es wird gefordert, das selbige nicht der Teilnahmslosigkeit anheim fallen, noch ihre Charaktere dadurch dem drohenden Tode überantworten.

“Der einzige, dem hier der Tod droht, das bin ich, vor lachen! Hahaha!“

Der Leiter hat den Anspruch sich weiterentwickeln. Er wird jede Runde zu diesem Zwecke nutzen und auch die digitalen Ebenen nach Neuerungen durchstreifen.

“Sowas bescheuertes! Klar, warum er das in einer Schublade versteckt, ich würde es gleich verbrennen…wo ist eigentlich das Feuerzeug… ach, egal. Solche Regeln braucht es unbedingt an jedem Spieltisch. Als ob ihr Rollenspielnerds Neueinsteiger und sogar euch selbst nicht schon genug mit beklopptem Blabla und unnötigen Regeln nerven würdet. Kielholen sollte man diesen Jan!“

Das Bild ist von More Good Foundation und steht unter cc-by-nc.

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