Die “Wünsch Dir was, Blogger”-Seuche

20. Dezember 2013 at 15:00

Greifenklaue hat dieses Jahr dankenswerter Weise wieder seine Aktion “Wünsch Dir was, Blogger” gestartet. De Malspöler hat sich auch mit einem Wunsch eingetragen, denn Ron auf dem Edieh-Blog auch bereits erfüllt hat. Wie es der Zufall so will, habe ich dafür den Wunsch von Ron bekommen:

Das große Siechtum kam von jenseits des Meeres. Und hat alles verändert.

Ein sehr offener Wunsch, was mir zwar viele Möglichkeiten gibt, aber dementsprechend hat die Überlegung auch etwas länger gedauert. Der eine Fakt über das Siechtum steht ja schon: Es kommt von jenseits des Meeres. Das kann auf verschiedenen Weisen geschehen, doch der eigentlich interessante Teil ist das Siechtum selbst. Was bewirkt es? Was verändert es, dass sich wirklich “alles” verändert? Was ist “alles”? Viele Möglichkeiten, doch zunächst einmal die Klassiker. Ich habe mich dabei lieber an die Fantasy gehalten, das liegt mir mehr.

Der mundane Schrecken des Siechtums

  • Ein Schiff aus fremden Gewässern kreuzt auf. Es bringt Botschafter von einem fernen Land, das auf der Suche nach neuen Handelspartnern ist, denn eine große Dürre hat viele Felder brach liegen lassen und die Bevölkerung hungert. Doch kaum, dass die Fremdlinge an Land sind, beginnen die Pflanzen auch hier zu welken und große Teile der Ernte fallen aus. Eine große Hungersnot bricht aus. Die Hälfte der fremdländischen Mannschaft fiel schon einem Lynchmob zum Opfer, ihr Schiff wurde in Brand gesteckt und der Rest der Crew befindet sich unter Anklage der Nutzung schwarzer Magie im Kerker. Doch was verursacht die Dürre überhaupt? Und wie kann man sie aufhalten?
  • Seit Wochen schon ziehen unablässig schwarze Wolken von Osten über das Meer. Sie bringen Regen und nichts als Regen. Die Wege sind total aufgeweicht, das Korn auf den Feldern liegt darnieder, Schlammlawinen haben schon ganze Ortschaften unter sich begraben, während andere Regionen einfach komplett unter Wasser stehen. Die Menschen hungern, frieren und sind krank. Einige beginnen bereits ein Leben als Flussnomaden und hausen auf aus Treibgut zusammen gezimmerten Flößen und lassen sich von einem Ort zum nächsten treiben, da kaum ein Flecken noch genug bietet um dort lange leben zu können. Haben die Menschen den Zorn der Götter heraufbeschworen? Gibt ein mächtiges Artefakt, dass das Wetter wieder ins Gleichgewicht bringen kann? Treiben finstere Mächte oder gar die Hölle selbst ihr Unwesen und wenn ja, wie kann man sie stoppen? Oder kann eine Expedition über das große, aufgewühlte Meer im Osten die Erlösung bringen? Ein Verrückter behauptet, man müsse sich mit dem Regen und Wind über die Meere im Westen treiben lassen und dann kann so in den Rücken den unwirtlichen Phänomens gelangen und es angreifen, doch jeder weiß, dass im Westen die Welt endet und man in den großen Abgrund stürzt.
  • “Ein Reisender bringt aus einem fernen Land ein neues Spiel mit. Es bedarf ganz besonderer und verschiedener Würfel um gespielt zu werden und schlägt ein wie eine Bombe. Die Leute spielen es wie verrückt. Es basiert darauf sich Geschichten zu erzählen und darin Entscheidungen zu treffen, deren gelingen vom Würfel abhängt. Viele Leute werden durch das Spiel völlige Idioten und tun lieber Dinge im Spiel als in der Realität. Ernten verdörren auf den Feldern, Banditen können schalten und walten wie sie wollen und Monster durchstreifen ungehindert die Lande. Doch was macht die Leute süchtig nach dem Spiel? Die immer neuen Würfel der Händler? Wer produziert all diese Würfel überhaupt? Was bedeuten neue, kompliziertere Regeln, die kein Mensch mehr versteht? Laugen die von außen sinnlos erscheinenden Diskussionen über Feinheiten des Würfelmechanismus die Spieler zu sehr aus? Ist es ein Art Sukkubus-Zauber? Oder ist das Spiel selbst gar ein Ritual, dass die Spieler in seinen Bann zieht?“
    Na, da bin ich ja gespannt, was unsere Leser zu dieser… merkwürdigen… Idee sagen.
    “Die sollten mal lieber ganz genau darüber nachdenken, die Pfeifen!“

Im nächsten Artikel geht es mit Ideen für ein göttliches Siechtum weiter.