Bei den Amis in 10.000 Jahren

6. Dezember 2013 at 08:33

Vor kurzem habe ich bei Greifenklaue diesen interessanten Artikel gelesen. Im Wesentlichen geht es da um verschiedene Ideen, wie man ein Atommüllendlager auch in 10’000 Jahren noch sichern kann, so dass niemand den Strahlemann macht. An dem absehbaren Fiasko kann MSN ja nicht vorbei gehen. Also habe ich meine fünf Sinne zusammen gesucht und mir überlegt, was denn mögliche Szenarien wären.

Nieder mit den Ungläubigen!

Die mächtige Atompriesterschaft hat der Stadt über Generationen mit ihren Ritualen Halt und Hoffnung gegeben, während um die herum alles in Chaos aufging. Ihre Rituale haben geholfen den Kämpfern Mut zu geben und die wilden Horden von jenseits der Berge in Schach zu halten. Sie haben die Zukunft weisgesagt und keine gesegnete Waffe hat jemals ihr Ziel verfehlt. Doch eines Tages kamen die Rover in ihren gepanzerten Fahrzeugen über die Ebene und eroberten den Hügel. Die Atompriester kämpfen mit den Kriegern um jeden Handbreit Boden und schlugen sich tapfer, doch sie wurden zurückgedrängt. Die Rover behaupten ein alte Prophezeiung hat sie an diesen Ort geführt, der von nun an ihr zu Hause sein soll. Seitdem verschwanzen sie sich dort. Für die Atompriester gilt es den heiligen Ort ihrer Religion zurück zu erobern.

“Boah, auf die Idee kommt ein Fünfjähriger mit Fieber. Total billig.“

Unter Spawlcity

Atomkraft? Lange vergessen. Warnhinweise? Welche Warnhinweise? Atompriester? Wer soll das sein? Es gibt keine Hinweise mehr auf das, was einmal war. Dort, wo eins der Atommüll begraben wurde, steht nun eine riesige Stadt, die in alle Richtungen wuchert. In den gläsernen Spitzen wohnen die Reichen, die Siedlungen der Arbeiter fressen sich einer Amöbe gleich in das Umland und die Glücklosen müssen in den Kellern und Schächten unter der Stadt hausen und führen ein erbärmliches Leben. Erbärmlicher noch, als es früher einmal war, denn seit ein paar Jahrzehnten suchen merkwürdige Krankheiten die Armen heim. Es ist schlimmer als jemals zuvor und kein bekanntes oder viel mehr erschwingliches Medikament kann ihnen helfen. Vielleicht könnten ihnen die Stadtväter helfen, aber denen scheint es ganz recht zu sein, wenn es ein paar weniger von diesem Gesocks gibt. Also müssen sich die Vergessenen mal wieder selbst helfen. Werden die Charaktere in den Tiefen der Stadt die Hinweise auf das Endlager finden und richtig verstehen? Liegt darin vielleicht auch eine Chance und aus den grausam verunstalteten Kranken entstehen kräftigere, bessere, widerstandfähigere Menschen? Und was ist mit diesem uralten Kauz, der vor Jahrzehnten eine Lösung für die wachsenden Energieprobleme der Stadt versprach? Damals glaubte ihm niemand und nachdem er alle Energie in seine Idee gesteckt hat ist er nun verarmt an den Bodensatz der Gesellschaft gesunken. Hat er lange vergessenes Wissen wiederentdeckt und kann helfen?

“Wer soll das sein? Der wiedergeborene Einstein? Lächerlich!“

Der heilige Tempel der Urmenschen

Lange ist es her und niemand weiß mehr, was die Zeichen auf den Steinen bedeuten, der letzte Atompriester ist lange tot. Aber was bedeutet diese uralte Kultstätte? Die Neugier auf das was hinter dem Betonschild lag war groß und so brach man ihn auf. Das Geheimnis dahinter muss wahrhaft großartig sein, denn je tiefer man grub, je mehr Fallen man überwandt, umso schwieriger wurde es und umso mehr Arbeiter werden von den merkwürdigen Krankheiten befallen, gegen die kein Medikament und kein Schutzantug hilft. Und schon bringen sich die Ersten der Mächtigen in Stellung, um sich den Zugriff auf dieses große Heiligtum lange vergessener Zeiten zu sichern.

“Hähä, und da kippt man an besten die nächstbesten dummen Spielercharaktere rein! “Dungeon hier entlang“ und dann röchel, hust-hust und kaputt!“

Habt ihr eigene Ideen? Könnt ihr meine Ideen noch besser machen? Dann schreibt davon in den Kommentaren.

Das Foto ist von Michaela unter cc-by-nc-nd.